„schärfere Annahmepolitik und verbesserte Bedingungen“- Dirk Hummel zur BU

Seit 1995 ist Herr Hummel in der Vorsorgeberatung tätig. Im Mai 2001 erwirbt er die Qualifikation des Versicherungsfachmanns (BWV). Seine Maklerfirma gründet Herr Hummel im August 2006, nachdem er zuvor viele Jahre im Außendienst von Versicherungen und eines Maklers gearbeitet hat.

Frage Redaktion:

Herr Hummel, obwohl sich immer mehr Menschen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung interessieren, scheuen sich nach wie vor viele eine BU tatsächlich abzuschließen, da Sie diese für unnütz halten und denken, dass die Anbieter im Leistungsfall nicht zahlen werden.

Herr Hummel:

In den letzten Jahren haben die Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen die Bedingungen kontinuierlich verbessert. Zugleich wurde die Annahmepolitik verschärft und ein Wettbewerb um Berufsgruppen mit relativ geringem Risiko und relativ hohem Einkommen ausgerufen. Damit wird die Berufsunfähigkeitsversicherung für körperlich Tätige mit relativ geringem Einkommen zunehmend unbezahlbar. Hier hilft nur ein sorgfältiger Vergleich durch einen Makler, der auf die Vielfalt des Marktes
zurückgreifen kann. Dennoch bleibt eine BU sinnvoll.

Frage Redaktion:

Ist die Nachfrage gestiegen und nehmen die Verbraucher das Risiko an?

Herr Hummel:

Im Rückblick kann man schon sagen, dass Kunden heute bewußter mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung umgehen.
Das erkennt man daran, dass konkrete Fragen nach Fachbegriffen zugenommen haben, z.B. Ist die abstrakte Verweisung enthalten? Oder: Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit?

Frage Redaktion:

Suchen die Kunden nach Alternativen oder belassen sie es dabei?

Herr Hummel:

Der Wunsch nach alternativen Produkten wie der Dread Disease Police kommt vor. Hier erscheinen manchem, der überwiegend im Büro tätig ist, die Kriterien klarer zu sein, da die Leistung an die Diagnose einer schweren Krankheit gekoppelt ist. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sind Medienberichte verunsichernd, die auf die Verzögerungstaktiken der Versicherer hinweisen. Die Frage, ob jemand dauerhaft seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, scheint mehr Interpretationsspielräume zu lassen. Dennoch bietet die Berufsunfähigkeitsrente den umfassendsten Schutz durch die Regelmäßigkeit der Zahlungen. Hier können Sie die Prämien berechnen.

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 19 Anzeigepflicht

(1) Der Versicherungsnehmer hat bis zur Abgabe seiner Vertragserklärung die ihm bekannten Gefahrumstände, die für den Entschluss des Versicherers, den Vertrag mit dem vereinbarten Inhalt zu schließen, erheblich sind und nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat, dem Versicherer anzuzeigen. Stellt der Versicherer nach der Vertragserklärung des Versicherungsnehmers, aber vor Vertragsannahme Fragen im Sinn des Satzes 1, ist der Versicherungsnehmer auch insoweit zur Anzeige verpflichtet.
(2) Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht nach Absatz 1, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten.
(3) Das Rücktrittsrecht des Versicherers ist ausgeschlossen, wenn der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verletzt hat. In diesem Fall hat der Versicherer das Recht, den Vertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen.
(4) Das Rücktrittsrecht des Versicherers wegen grob fahrlässiger Verletzung der Anzeigepflicht und sein Kündigungsrecht nach Absatz 3 Satz 2 sind ausgeschlossen, wenn er den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände, wenn auch zu anderen Bedingungen, geschlossen hätte. Die anderen Bedingungen werden auf Verlangen des Versicherers rückwirkend, bei einer vom Versicherungsnehmer nicht zu vertretenden Pflichtverletzung ab der laufenden Versicherungsperiode Vertragsbestandteil.
(5) Dem Versicherer stehen die Rechte nach den Absätzen 2 bis 4 nur zu, wenn er den Versicherungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in Textform auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung hingewiesen hat. Die Rechte sind ausgeschlossen, wenn der Versicherer den nicht angezeigten Gefahrumstand oder die Unrichtigkeit der Anzeige kannte.
(6) Erhöht sich im Fall des Absatzes 4 Satz 2 durch eine Vertragsänderung die Prämie um mehr als 10 Prozent oder schließt der Versicherer die Gefahrabsicherung für den nicht angezeigten Umstand aus, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des Versicherers ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Der Versicherer hat den Versicherungsnehmer in der Mitteilung auf dieses Recht hinzuweisen.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/

Kontakt

Dirk Hummel – Versicherungsmakler & Finanzanlagenvermittler
Weidenstraße 3
49124 Georgsmarienhütte
Tel: 05401 838864
Telefax: 03222 3706394
Email:dirkhummelversicherungsmakler@t-online.de
Web: https://www.versicherungsmakler-georgsmarienhuette.de und
https://www.versicherungsmakler-georgsmarienhuette.de/impressum.htmlange