Berufsunfähigkeit 1960 + 1961

Das neue Erwerbsminderungsrecht löste die Berufsunfähigkeitsrente zum 1. Januar 2001 ab. Die Rente wegen Berufsunfähigkeit gibt es demnach lediglich für diejenigen, die vor dem 2. Januar 1961 beziehungsweise 1960 und früher geboren wurden. So bekommen alle Versicherten, die hier eine Rente beantragen, eine teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit zuerkannt. Alle, die nach dem 2. Januar 1961 geboren sind, sind mit dem Ablauf des Jahres 2000 nicht mehr gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit versichert. Aus diesem Grund spielt die private Absicherung gegen die Risiken bei der Berufsausübung eine wesentliche Rolle.

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Einschränkung bei der Rente wegen Berufsunfähigkeit für 1960 Geborene

Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten seit 2001 keine Berufsunfähigkeitsrente, sondern eine Erwerbsminderungsrente. Eine Ausnahme sind hier Menschen, die vor 1961 geboren wurden. Im Falle der Fälle erhalten diese Personen eine Berufsunfähigkeitsrente. Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen. Denn die Berufsunfähigkeitsrente können nur Altfälle beziehen, die vor dem 1. Januar 2001 die Rente beantragt haben. Sollten sie die Rente nach 2001 beantragt haben, dann erhalten sie die neue Erwerbsminderungsrente.

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Bedingungen, um eine Berufsunfähigkeitsrente auch als vor 1961 Geborener zu erhalten

Sollten Sie vor 1961 geboren sein, dann erhalten Sie die Rente wegen Berufsunfähigkeit nur bedingt. Zum einen müssen Sie vorher mindestens 60 Monate in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben. Zum anderen muss der Anspruchsfall vor dem 1. Januar 2001 erfolgt sein. Zudem dürfen Sie sich an der Rente nicht bereichern und müssen das gesamte Kapital auszehren, was über Ihren monatlichen Bruttolohn hinausgeht. Die Leistung erlischt aber, sobald Sie das Renteneintrittsalter von 65 Jahren erreicht haben. Dann erhalten Sie die Altersregelsrente.

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 19 Anzeigepflicht

(1) Der Versicherungsnehmer hat bis zur Abgabe seiner Vertragserklärung die ihm bekannten Gefahrumstände, die für den Entschluss des Versicherers, den Vertrag mit dem vereinbarten Inhalt zu schließen, erheblich sind und nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat, dem Versicherer anzuzeigen. Stellt der Versicherer nach der Vertragserklärung des Versicherungsnehmers, aber vor Vertragsannahme Fragen im Sinn des Satzes 1, ist der Versicherungsnehmer auch insoweit zur Anzeige verpflichtet.
(2) Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht nach Absatz 1, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten.
(3) Das Rücktrittsrecht des Versicherers ist ausgeschlossen, wenn der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verletzt hat. In diesem Fall hat der Versicherer das Recht, den Vertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen.
(4) Das Rücktrittsrecht des Versicherers wegen grob fahrlässiger Verletzung der Anzeigepflicht und sein Kündigungsrecht nach Absatz 3 Satz 2 sind ausgeschlossen, wenn er den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände, wenn auch zu anderen Bedingungen, geschlossen hätte. Die anderen Bedingungen werden auf Verlangen des Versicherers rückwirkend, bei einer vom Versicherungsnehmer nicht zu vertretenden Pflichtverletzung ab der laufenden Versicherungsperiode Vertragsbestandteil.
(5) Dem Versicherer stehen die Rechte nach den Absätzen 2 bis 4 nur zu, wenn er den Versicherungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in Textform auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung hingewiesen hat. Die Rechte sind ausgeschlossen, wenn der Versicherer den nicht angezeigten Gefahrumstand oder die Unrichtigkeit der Anzeige kannte.
(6) Erhöht sich im Fall des Absatzes 4 Satz 2 durch eine Vertragsänderung die Prämie um mehr als 10 Prozent oder schließt der Versicherer die Gefahrabsicherung für den nicht angezeigten Umstand aus, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des Versicherers ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Der Versicherer hat den Versicherungsnehmer in der Mitteilung auf dieses Recht hinzuweisen.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/

Warum der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zu empfehlen ist

Damit Sie Altersarmut und den Gang zum Sozialamt vermeiden, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung auf jeden Fall zu empfehlen. Denn mit der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrente können Sie auch nach dem alten Rentensystem nicht mehr als 27 % des zuletzt bezogenen Bruttolohns erreichen. Darüber hinaus ist der Zuverdienst nur bis 750 Euro möglich und das Kapital muss auf jeden Fall aufgezehrt werden.

Fazit Berufsunfähigkeit 1960 + 1961

Wenn Sie nach dem 2.1.1961 geboren sind, dann sind Sie nicht mehr in der gesetzlichen Rentenversicherung wegen Berufsunfähigkeit versichert. Demzufolge steht Ihnen kein Schutz vor Risiken zur Verfügung, die während der Ausübung Ihres Berufes entstehen könnten. Um sich dennoch gegen diese Risiken zu versichern, gehört eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Versicherungen, die Sie als Arbeitnehmer oder als Selbstständiger haben müssen. Außerdem wird die monatliche Berufsunfähigkeitsrente nicht auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente angerechnet.

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Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) – Gesetzliche Rentenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 18. Dezember 1989, BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337)
§ 43 Rente wegen Erwerbsminderung

„(1) Versicherte haben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, wenn sie
1.
teilweise erwerbsgemindert sind,
2.
in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und
3.
vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben.
Teilweise erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein.
(2) Versicherte haben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung, wenn sie
1.
voll erwerbsgemindert sind,
2.
in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und
3.
vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben.
Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Voll erwerbsgemindert sind auch
1.
Versicherte nach § 1 Satz 1 Nr. 2, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, und
2.
Versicherte, die bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit voll erwerbsgemindert waren, in der Zeit einer nicht erfolgreichen Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
(3) Erwerbsgemindert ist nicht, wer unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig sein kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.
(4) Der Zeitraum von fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung verlängert sich um folgende Zeiten, die nicht mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt sind:
1.
Anrechnungszeiten und Zeiten des Bezugs einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit,
2.
Berücksichtigungszeiten,
3.
Zeiten, die nur deshalb keine Anrechnungszeiten sind, weil durch sie eine versicherte Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit nicht unterbrochen ist, wenn in den letzten sechs Kalendermonaten vor Beginn dieser Zeiten wenigstens ein Pflichtbeitrag für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit oder eine Zeit nach Nummer 1 oder 2 liegt,
4.
Zeiten einer schulischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres bis zu sieben Jahren, gemindert um Anrechnungszeiten wegen schulischer Ausbildung.
(5) Eine Pflichtbeitragszeit von drei Jahren für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit ist nicht erforderlich, wenn die Erwerbsminderung aufgrund eines Tatbestandes eingetreten ist, durch den die allgemeine Wartezeit vorzeitig erfüllt ist.
(6) Versicherte, die bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit voll erwerbsgemindert waren und seitdem ununterbrochen voll erwerbsgemindert sind, haben Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung, wenn sie die Wartezeit von 20 Jahren erfüllt haben.“

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