Berufsunfähigkeit Hinzuverdienst

Im Falle einer Berufsunfähigkeit erhalten Sie mit einer Berufsunfähigkeitsrente Geld aus einer entsprechenden Versicherung. Damit können Sie Ihren Lebensnunterhalt auch ohne Ihre Arbeit bestreiten. Wenn Sie angestellt sind, dann erhalten Sie bei Berufsunfähigkeit eine gesetzliche Rente. Allerdings reicht diese Art der Rente meistens nicht aus, um alle entstehenden Kosten decken zu können. Daher stellt sich die Frage nach dem Hinzuverdienst beziehungsweise wie viel und ob Sie neben der Berufsunfähigkeitsrente noch hinzuverdienen können.

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Beim Bezug einer Berufsunfähigkeitsrente auf jeden Fall die Hinzuverdienstgrenze beachten

Sollten Sie als Versicherter einer Berufsunfähigkeitsrente oder eine Erwerbsminderungsrente beziehen, müssen Sie auf jeden Fall die Hinzuverdienstgrenze beachten. Wenn Sie neben diesen Renten einen Hinzuverdienst erzielen, kann dies zur Minderung oder sogar zum kompletten Entfall der Rentenzahlung kommen. Hierbei handelt es sich allerdings noch um Renten nach dem „alten“ Recht. Diese Renten wurden nach dem Recht der Erwerbsunfähigkeitsrente bewilligt, welches bis 31.12.2000 gegolten hat. Für diese Renten gibt es noch besondere Hinzuverdienstgrenzen. Für die Bezieher einer Erwerbsminderungsrente, die nach dem 1.1.2001 bewilligt wurden, werden die Hinzuverdienstgrenzen jährlich angepasst.

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Hinzuverdienstgrenze beim Bezug einer gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrente

Sollten Sie eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente oder eine Erwerbsminderungsrente beziehen, dann beträgt die Hinzuverdienstgrenze 450 Euro. Das bedeutet, dass Sie bis 450 Euro hinzuverdienen können, ohne dass Ihre Berufsunfähigkeitsrente gekürzt wird. Wenn der Hinzuverdient über dieser Grenze liegt, dann wird der überschreitende Betrag zu 40 % auf die Rente angerechnet.

Keine Hinzuverdienstgrenze für Kleinunternehmer bei einer privaten Berufsunfähigkeitsrente

In der Regel ist es möglich, dass Sie gleichzeitig als Kleinunternehmer tätig sind und eine private Berufsunfähigkeitsrente erhalten. Für eine Nebenbeschäftigung gibt es dabei keine Hinzuverdienstgrenze im Gegensatz zu gesetzlichen Rentenversicherung. Für den Versicherer ist es wichtig, dass Ihre Tätigkeit im Kleinunternehmen verdienstmäßig nicht an Ihre Haupttätigkeit heranreicht. Wenn die Tätigkeit im Kleinunternehmen schon länger betrieben werden, gehen Versicherungen meistens nicht von einer kompletten Erwerbsunfähigkeit aus. Daher sollten sich Betroffene auf eine individuelle Prüfung einstellen. Hierbei werden die Tätigkeiten in bisherigen Hauptjob und im Nebenjob verglichen.

Fazit Berufsunfähigkeit Hinzuverdienst

Viele Versicherte fragen sich, ob sie einen 450 Euro Job nachgehen können, wenn der Leistungsfall tatsächlich eingetreten ist. Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsrente von einem Versicherer erhalten, dann dürfen Sie in der Regel noch einer Nebenbeschäftigung nachgehen. Demnach ist der Hinzuverdient trotz der Berufsunfähigkeit möglich. Allerdings dürfen dabei bestimmte Hinzuverdienstgrenzen nicht überschritten werden. In guten Tarifen ist üblicherweise eine Einkommensminderung von über 20 % nicht mehr zumutbar. Demzufolge dürfte der 450 Euro Job bei den meisten Versicherten drin sein.

Berufsunfähigkeit Fonds

Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) – Gesetzliche Rentenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 18. Dezember 1989, BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337)

„§ 34 Voraussetzungen für einen Rentenanspruch und Hinzuverdienstgrenze
(1) Versicherte und ihre Hinterbliebenen haben Anspruch auf Rente, wenn die für die jeweilige Rente erforderliche Mindestversicherungszeit (Wartezeit) erfüllt ist und die jeweiligen besonderen versicherungsrechtlichen und persönlichen Voraussetzungen vorliegen.
(2) Anspruch auf eine Rente wegen Alters als Vollrente besteht vor Erreichen der Regelaltersgrenze nur, wenn die kalenderjährliche Hinzuverdienstgrenze von 6 300 Euro nicht überschritten wird.
(3) Wird die Hinzuverdienstgrenze überschritten, besteht ein Anspruch auf Teilrente. Die Teilrente wird berechnet, indem ein Zwölftel des die Hinzuverdienstgrenze übersteigenden Betrages zu 40 Prozent von der Vollrente abgezogen wird. Überschreitet der sich dabei ergebende Rentenbetrag zusammen mit einem Zwölftel des kalenderjährlichen Hinzuverdienstes den Hinzuverdienstdeckel nach Absatz 3a, wird der überschreitende Betrag von dem sich nach Satz 2 ergebenden Rentenbetrag abgezogen. Der Rentenanspruch besteht nicht, wenn der von der Rente abzuziehende Hinzuverdienst den Betrag der Vollrente erreicht.
(3a) Der Hinzuverdienstdeckel wird berechnet, indem die monatliche Bezugsgröße mit den Entgeltpunkten (§ 66 Absatz 1 Nummer 1 bis 3) des Kalenderjahres mit den höchsten Entgeltpunkten aus den letzten 15 Kalenderjahren vor Beginn der ersten Rente wegen Alters vervielfältigt wird. Er beträgt mindestens die Summe aus einem Zwölftel von 6 300 Euro und dem Monatsbetrag der Vollrente. Der Hinzuverdienstdeckel wird jährlich zum 1. Juli neu berechnet.
(3b) Als Hinzuverdienst sind Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen und vergleichbares Einkommen zu berücksichtigen. Diese Einkünfte sind zusammenzurechnen. Nicht als Hinzuverdienst gilt das Entgelt, das
1.
eine Pflegeperson von der pflegebedürftigen Person erhält, wenn es das dem Umfang der Pflegetätigkeit entsprechende Pflegegeld im Sinne des § 37 des Elften Buches nicht übersteigt, oder
2.
ein behinderter Mensch von dem Träger einer in § 1 Satz 1 Nummer 2 genannten Einrichtung erhält.
(3c) Als Hinzuverdienst ist der voraussichtliche kalenderjährliche Hinzuverdienst zu berücksichtigen. Dieser ist jeweils vom 1. Juli an neu zu bestimmen, wenn sich dadurch eine Änderung ergibt, die den Rentenanspruch betrifft. Satz 2 gilt nicht in einem Kalenderjahr, in dem erstmals Hinzuverdienst oder nach Absatz 3e Hinzuverdienst in geänderter Höhe berücksichtigt wurde.
(3d) Von dem Kalenderjahr an, das dem folgt, in dem erstmals Hinzuverdienst berücksichtigt wurde, ist jeweils zum 1. Juli für das vorige Kalenderjahr der tatsächliche Hinzuverdienst statt des bisher berücksichtigten Hinzuverdienstes zu berücksichtigen, wenn sich dadurch rückwirkend eine Änderung ergibt, die den Rentenanspruch betrifft. In dem Kalenderjahr, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wird, ist dies abweichend von Satz 1 nach Ablauf des Monats durchzuführen, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wurde; dabei ist der tatsächliche Hinzuverdienst bis zum Ablauf des Monats des Erreichens der Regelaltersgrenze zu berücksichtigen. Kann der tatsächliche Hinzuverdienst noch nicht nachgewiesen werden, ist er zu berücksichtigen, sobald der Nachweis vorliegt.
(3e) Änderungen des nach Absatz 3c berücksichtigten Hinzuverdienstes sind auf Antrag zu berücksichtigen, wenn der voraussichtliche kalenderjährliche Hinzuverdienst um mindestens 10 Prozent vom bisher berücksichtigten Hinzuverdienst abweicht und sich dadurch eine Änderung ergibt, die den Rentenanspruch betrifft. Eine Änderung im Sinne von Satz 1 ist auch der Hinzutritt oder der Wegfall von Hinzuverdienst. Ein Hinzutritt von Hinzuverdienst oder ein höherer als der bisher berücksichtigte Hinzuverdienst wird dabei mit Wirkung für die Zukunft berücksichtigt.
(3f) Ergibt sich nach den Absätzen 3c bis 3e eine Änderung, die den Rentenanspruch betrifft, sind die bisherigen Bescheide von dem sich nach diesen Absätzen ergebenden Zeitpunkt an aufzuheben. Soweit Bescheide aufgehoben wurden, sind bereits erbrachte Leistungen zu erstatten; § 50 Absatz 3 und 4 des Zehnten Buches bleibt unberührt. Nicht anzuwenden sind die Vorschriften zur Anhörung Beteiligter (§ 24 des Zehnten Buches), zur Rücknahme eines rechtswidrigen begünstigenden Verwaltungsaktes (§ 45 des Zehnten Buches) und zur Aufhebung eines Verwaltungsaktes mit Dauerwirkung bei Änderung der Verhältnisse (§ 48 des Zehnten Buches).
(3g) Ein nach Absatz 3f Satz 2 zu erstattender Betrag in Höhe von bis zu 200 Euro ist von der laufenden Rente bis zu deren Hälfte einzubehalten, wenn das Einverständnis dazu vorliegt. Der Aufhebungsbescheid ist mit dem Hinweis zu versehen, dass das Einverständnis jederzeit durch schriftliche Erklärung mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden kann.
(4) Nach bindender Bewilligung einer Rente wegen Alters oder für Zeiten des Bezugs einer solchen Rente ist der Wechsel in eine
1.
Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit,
2.
Erziehungsrente oder
3.
andere Rente wegen Alters“

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