Berufsunfähigkeit ohne Versicherung

Wenn Sie nicht mehr arbeiten können, reicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente meistens nicht aus. Daher ist es nicht zu empfehlen, bei einer Berufsunfähigkeit ohne eine Versicherung zu stehen. Wie hoch die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung sind, ist vor allem vom Alter und Ihrem Gesundheitszustand abhängig. Deshalb ist es sinnvoll, die Versicherung so früh und gesund wie möglich abzuschließen.

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Sozialer Abstieg bei einer Berufsfähigkeit ohne Versicherung

Egal, ob Elektriker oder Sachbearbeiter – sollten Sie bei einer Berufsunfähigkeit ohne Versicherung dastehen, könnte es für Sie den finanziellen Ruin bedeuten. Die meisten Erwerbstätigen, seien es Arbeitnehmer oder Selbständige, riskieren den sozialen Abstieg ohne eine Versicherung bei der Berufsunfähigkeit beziehungsweise, wenn sie ihre Arbeitskraft einbüßen. Denn im Gegensatz zu einer gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, sichern Sie mit der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht die Arbeitskraft als solche ab, sondern einen bestimmten und erlernten Beruf sowie das damit erzielende Einkommensniveau.

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Bei der Berufsunfähigkeit ohne Versicherung könnten Sie einen anderen Beruf ausüben

Ohne eine Versicherung im Falle einer eintretenden Berufsunfähigkeit können Sie auf die Ausübung eines anderen Berufs verwiesen werden, wenn Sie für mindestens drei Stunden am Tag in einem beliebigen Beruf arbeiten können. Außerdem spielt es in diesem Fall keine Rolle, ob dieser Beruf Ihren eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht, wie viel Sie in diesem Beruf verdienen können oder ob er Ihrem bisherigen sozialen Status entspricht. So könnte beispielsweise ein Lehrer bei der Berufsunfähigkeit ohne die geeignete Versicherung die Tätigkeiten eines Hausmeisters verrichten.

  1. Versicherungsvertragsgesetz
    “ Teil 2 – Einzelne Versicherungszweige (§§ 100 – 208)
    Kapitel 6 – Berufsunfähigkeitsversicherung (§§ 172 – 177)
    § 172
    Leistung des Versicherers
    (1) Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist der Versicherer verpflichtet, für eine nach Beginn der Versicherung eingetretene Berufsunfähigkeit die vereinbarten Leistungen zu erbringen.
    (2) Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.
    (3) Als weitere Voraussetzung einer Leistungspflicht des Versicherers kann vereinbart werden, dass die versicherte Person auch keine andere Tätigkeit ausübt oder ausüben kann, die zu übernehmen sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.“

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Bei Berufsunfähigkeit ohne Versicherung Verlust über einer Million Euro

Die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit ist eine der wichtigsten Absicherungen. Allerdings haben die wenigsten eine Absicherung, da sie die finanziellen Einbußen durch den Verlust der Arbeitskraft schlichtweg unterschätzen. Sollten Sie mit 25 Jahren 2000 Euro netto verdienen und Ihr Gehalt nur um 1 % im Jahr steigt, dann haben Sie bis zum 65. Geburtstag rund 1,2 Millionen Euro verdient. Wenn Sie aber morgen berufsunfähig werden und es ein Leben lang auch bleiben, dann entsteht ohne eine Versicherung gegen die Berufsunfähigkeit ein Verlust von über einer Million Euro.

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Fazit Berufsunfähigkeit ohne Versicherung

Ein Viertel der Beschäftigten wird berufsunfähig, wobei man von Berufsunfähigkeit spricht, wenn man seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen mehr als sechs Monate nicht mehr ausüben kann. Meistens ist sie die Folge von psychischen oder körperlichen Erkrankungen oder von Unfällen. Mit der Berufsunfähigkeit entfällt für die Betroffenen damit meistens das gesicherte Einkommen auf einen Schlag. Ohne eine geeignete Versicherung werden Sie womöglich einen anderen Beruf ausüben müssen. Außerdem reicht die gesetzliche eErwerbsminderungsrente meistens nicht aus.

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 19 Anzeigepflicht

(1) Der Versicherungsnehmer hat bis zur Abgabe seiner Vertragserklärung die ihm bekannten Gefahrumstände, die für den Entschluss des Versicherers, den Vertrag mit dem vereinbarten Inhalt zu schließen, erheblich sind und nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat, dem Versicherer anzuzeigen. Stellt der Versicherer nach der Vertragserklärung des Versicherungsnehmers, aber vor Vertragsannahme Fragen im Sinn des Satzes 1, ist der Versicherungsnehmer auch insoweit zur Anzeige verpflichtet.
(2) Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht nach Absatz 1, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten.
(3) Das Rücktrittsrecht des Versicherers ist ausgeschlossen, wenn der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verletzt hat. In diesem Fall hat der Versicherer das Recht, den Vertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen.
(4) Das Rücktrittsrecht des Versicherers wegen grob fahrlässiger Verletzung der Anzeigepflicht und sein Kündigungsrecht nach Absatz 3 Satz 2 sind ausgeschlossen, wenn er den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände, wenn auch zu anderen Bedingungen, geschlossen hätte. Die anderen Bedingungen werden auf Verlangen des Versicherers rückwirkend, bei einer vom Versicherungsnehmer nicht zu vertretenden Pflichtverletzung ab der laufenden Versicherungsperiode Vertragsbestandteil.
(5) Dem Versicherer stehen die Rechte nach den Absätzen 2 bis 4 nur zu, wenn er den Versicherungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in Textform auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung hingewiesen hat. Die Rechte sind ausgeschlossen, wenn der Versicherer den nicht angezeigten Gefahrumstand oder die Unrichtigkeit der Anzeige kannte.
(6) Erhöht sich im Fall des Absatzes 4 Satz 2 durch eine Vertragsänderung die Prämie um mehr als 10 Prozent oder schließt der Versicherer die Gefahrabsicherung für den nicht angezeigten Umstand aus, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des Versicherers ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Der Versicherer hat den Versicherungsnehmer in der Mitteilung auf dieses Recht hinzuweisen.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/

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